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Kulturführerschein Glauben

Wie glaubst du? Was feierst du, wann fastest du, wo betest du? Und was möchtest du davon irgendwie weitergeben? Dazu beginnt in Neuwied eine halbjährige Workshopreihe - der Kulturführerschein Glauben.

Einführung: 18.9.2017 - Start: 23.10.2017

Mehr Infos hier im Folder

Wie der Reformator dem Kaiser trotzt: Oratorium Luther in Worms

Tumultig, lyrisch, pathetisch - eine mitreißende Inszenierung der Reformation im 500. Jahr nach ihrem Beginn ist am Sonntag, 29. Oktober, um 17 Uhr in der Marktkirche Neuwied zu erleben: Der Neuwieder Konzertchor, die Porzer Kantorei und das Sinfonieorchester der Markuskirche Köln-Porz singen und spielen zusammen mit fünf SolistInnen unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Schmidt das Oratorium "Luther in Worms" von Ludwig Meinardus (1827-1896).

Das Werk ist entstanden zu einer Zeit, als Richard Wagner groß in Mode war. Uraufgeführt wurde es unter Franz Liszts Leitung in Weimar. Entsprechend anrührend und gleichzeitig schwülstig und bombastisch ist es - eine einmalige Aufführung am Mittelrhein! Eine zweite Aufführung steigt am 12. November um 19 Uhr in der Trinitatiskirche Köln. "Dieses Werk ist eigentlich eine konzertante Oper, bei der nur die Kulissen fehlen - doch auf der Bühne passiert sehr viel", erklärt Schmidt. Weiterlesen

Tickets zu 18 und 10 Euro gibt es u.a. hier: www.marktkirche.de/tickets

"Healing of Memories": Reformationsfest baut am Frieden

Foto: Fotolia | cppzone

Den 500. Reformationstag am 31. Oktober feiern die Neuwieder Innenstadtgemeinden zusammen – und zwar erstmals evangelische, katholische und Christen der Herrnhuther Brüdergemeine gemeinsam. Der Auftakt um 17 Uhr ist ein ökumenischer Festgottesdienst in der evangelischen Kirche Heddesdorf mit dem Motto „Healing of Memories“.

„Dieses Reformationsjubiläum ist das erste, bei dem die Christen die Ökumene preisen“, sagt der Superintendent des Kirchenkreises Wied und Heddesdorfer Pfarrer Detlef Kowalski. Zuvor habe der Reformationstag immer der Profilierung der christlichen Kirchen gegeneinander gedient.

Erinnerungen aussprechen, Perspektive erweitern

Die Erinnerungen an die Trennung der Christen dürfen jetzt heilen. Die Christen bauen gemeinsam am Frieden. So vollzieht der Festgottesdienst eine besondere Liturgie nach dem bundesweiten Vorbild im März 2017 in Hildesheim. Das „Healing of Memories“ in Neuwied führen die evangelischen Pfarrer Detlef Kowalski und Werner Zupp, der katholische Pastor und Dechant des Dekanats Rhein-Wied, Thomas Darscheid, und die Pfarrerin der Herrnhuther Brüdergemeine Karen Wilson gemeinsam durch. Die Predigt hält die Niederbieberer Pfarrerin Marion Obitz.

Festgottesdienst, Abendbuffet, Satire-Film

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Vorabend der Reformation - Aufbrüche und Vordenker in unserer Region

Am 31. Oktober sind 500 Jahre Reformation vollendet – doch was war eigentlich vorher? Welche Ideen, Persönlichkeiten haben hier in der Region der evangelischen Bewegung den Weg frei gemacht? Womit hatten sie konkret zu kämpfen? Dazu bietet der Kirchenkreis Wied eine vierteilige Seminarreihe an: „Aufbrüche und Vordenker in unserer Region“. Vom 26. Oktober bis 16. November stellen drei hochkarätige Referent*innen die reformatorischen Impulse und Erfolge von Nikolaus von Kues, Hermann von Wied und Caspar Olevian vor – jeweils donnerstags um 19:30 Uhr im Gemeindehaus der Marktkirche Neuwied. Zum Abschluss führt am 24. November eine Exkursion zum Geburtshaus von Nikolaus von Kues an die Mosel.

Der Eintritt zu den Vorträgen kostet 3 Euro, bei der Exkursion teilen sich die Mitfahrenden die Reisekosten im Pkw. Anmeldung zur Mitfahrt ist erbeten unter Telefon 02631 23282. Die Pfarrer Oskar Greven, Tilmann Raithelhuber und Werner Zupp von Friedenskirchengemeinde und Marktkirche Neuwied organisieren die Seminarreihe in Kooperation mit dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Rheinland-Süd.

Die Termine im Überblick


„Martin Luther“ versammelt junge Stimmen und Familien um den Tisch

Eine beeindruckende Aufführung des Werdegangs von Martin Luther hat der Evangelische Kirchenkreis Wied am 11. Juni in Altwied gefeiert. Mutige Kinder, tatkräftige Eltern, Zusammenarbeit der Gemeinden und lauschiges Ambiente: Der Erfolg des Kinder-Singspiels und anschließenden Familienfests war in jeder Hinsicht ein Gemeinschaftswerk. Das Stück leitet in Schlüsselszenen durchs Leben Luthers und zeigt im Vergleich zwischen ihm und seinen Kindern, was seine Erkenntnisse hervorgebracht haben: die Freiheit selber zu denken in der eigenen Sprache – auch schon als Schulkind!

30 Stimmen aus den evangelischen Kinderchören Feldkirchen, Altwied und Heddesdorf wirkten so zusammen, dass jede einmal vorn im Rampenlicht stand – ob als Freund, Geschwister oder Kind des Reformators, Junker, Fischverkäuferin, Vater oder Ehefrau von Martin Luther. In der Titelrolle überzeugte Jette Dunker mit Ausstrahlung und Präsenz. Elf Musiker begleiteten die Sänger und Schauspieler in diesem Stück von Gerd-Peter Münden live. Ines Giegold dirigierte die Aufführung. >> weiterlesen

Luthermahl zelebriert kulturelle Vielfalt in Neuwied

Nikolaus Roth, Renate Schäning, Jochen Trauthig, Annik Gentner, Albrecht Bähr und Angelika Bahler-Schröder (v.l.n.r.)

Jeder Mensch ist irgendwo fremd, deswegen sind wir bei der aktiven Integration verschiedener Kulturen alle gefordert – das war der Tenor des ersten sozialpolitischen Luthermahls im Kirchenkreis Wied. Auf Einladung des Diakonischen Werks Neuwied, der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber sowie der Kirchengemeinde Oberbieber kamen rund 80 Gäste zu einem Abendessen mit Tischreden zusammen.  >> weiterlesen

Wandervergnügen, viele Kontakte, Sonne den ganzen Tag: 350 Aktive waren bei der Eröffnung auf dem Reformationsweg unterwegs

Zum Auftakt der Wandersaison hat der Evangelische Kirchenkreis Wied am 30. April 2017 eine neue Wanderroute zwischen Wiedtal und Westerwald eröffnet. Der Reformationsweg mit der lila Markierung „Hermann von Wied“  führt vorbei an markanten Stationen, die in besonderer Weise mit der Reformation in der Region Rhein-Wied vor rund 500 Jahren zu tun hatten. Beim Familienwandertag waren rund 350 Wanderlustige unterwegs. >> weiterlesen

>> Wanderkarte zum Download

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Wir sind frei uns zu engagieren - für die, die unsere Hilfe brauchen

Christen treffen sich zu Vortrag und Diskussion über Freiheit

Am 15. März sind Christen aus dem Kirchenkreis Wied zusammengekommen, um sich mit den Wurzeln unseres heutigen Freiheitsverständnisses auseinanderzusetzen. Es ist nämlich die in der Reformation entdeckte Gnade Gottes, die uns zu Engagement, Großzügigkeit und Nächstenliebe befreit.

Referenten des Abends im Oberhonnefelder Gemeindehaus waren Dr. Ilka Werner, Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und ihr Mann Jörg Schmidt vom Reformierten Bund. „Die gesellschaftspolitische Dimension der Nächstenliebe verdanken wir der Reformation“, war Werners Ausgangsthese. Schmidts Fazit lautete: "Christus ist nicht gegen Mohammed gestorben, sondern für uns alle."

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Vergnügt, erlöst, befreit - mehr als 60 Veranstaltungen im Kirchenkreis feiern Reformation

"Ich bin vergnügt, erlöst, befreit": Unter diesem Motto feiert der Ev. Kirchenkreis Wied das Jubiläum von 500 Jahren Reformation seit der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen bis jetzt. Das Programm lässt von Oktober 2016 bis November 2017 mehr als 60 Veranstaltungen steigen - spirituelles Wandern auf dem neuen Reformationsweg, Jugendfestival für Smartphone-Kids, Tischreden in Luther-Manier, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, eine Predigtstafette, die durch den Kirchenkreis tourt, ein Gottesdienst am Deich. Wir laden ein, die evangelische Gemeinschaft dabei (neu) kennenzulernen und mitzugestalten!

Hier ist das komplette Programm zum Download (pdf).

 

 

Was heißt denn das - "vergnügt, erlöst, befreit"?

Detlef Kowalski
Joline Marmé
Sabine Paganetti

 

Kulturgeragogin Sabine Paganetti ist "vergnügt, weil Musik über alle Grenzen hinweg verbindet". Sie führt mit Kinderchören unterschiedlicher Konfessionen am 11. Juni 2017 das Singspiel "Luther" in Altwied auf.

Joline Marmé weiß, dass Gott jeden Menschen immer begleitet. "Das erlöst mich, wenn ich mich alleine fühle", sagt die Schülerin aus dem Vorbereitungsteam des Jugendreformationsfestivals am 26./27. August 2017 im Naturschwimmbad Ellingen.

"Ich bin frei, mich verändern und in die Dinge der Welt hineinknien zu können", erklärt Synodalassessor Detlef Kowalski das Motto. Er hat den Streckenverlauf des Reformationswegs mit entwickelt und getestet.

"Ich bin vergnügt, erlöst, befreit" ist ein Zitat aus einem Psalm des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Es ist auch das Jubiläumsmotto der gesamten Evangelischen Kirche im Rheinland.