Neuer Kirchenkreis – neuer Name: Kirchenkreise Altenkirchen und Wied laden zur Beteiligung ein
Altenkirchen/Neuwied, 13. Januar 2026 – Die Kirchenkreise Altenkirchen und Wied gehen auf ihrem Weg zum künftig gemeinsamen Kirchenkreis einen weiteren Schritt: Die Lenkungsgruppe zur Fusion beider Kirchenkreise hat beschlossen, die Namensfindung für den neuen Kirchenkreis transparent und unter Beteiligung einer breiteren Öffentlichkeit zu gestalten.
Alle Interessierten – Gemeindemitglieder ebenso wie Mitarbeitende und Engagierte in Kirche und Diakonie – sind eingeladen, Vorschläge für den Namen des neuen Kirchenkreises einzureichen. Ziel ist es, einen Namen zu finden, der Identität stiftet und Orientierung gibt.
Die Namensvorschläge können bis 31. März 2026 per E-Mail an oeffentlichkeitsreferat.altenkirchen@ekir.de eingereicht werden. Neben Einzelpersonen sind ausdrücklich auch die Kirchengemeinden beider Kirchenkreise eingeladen, sich in geeigneter Form an der Namensfindung zu beteiligen und Vorschläge einzubringen.
Die eingegangenen Vorschläge werden gesammelt, ausgewertet und anschließend in die Beratungen der gemeinsamen Klausurtagung der Kreissynodalvorstände am 24. und 25. April 2026 eingebracht. Ziel ist es, der gemeinsamen Kreissynode am 20. Juni 2026 einen Beschlussvorschlag für den künftigen Namen des neuen Kirchenkreises vorzulegen.
Die Fusion der Kirchenkreise Altenkirchen und Wied ist zum 1. Januar 2028 vorgesehen. Mit der öffentlichen Namensfindung soll der Fusionsprozess weiter transparent gestaltet und frühzeitig eine gemeinsame Identität entwickelt werden.
Weitere Informationen zum Fusionsprozess finden sich auf den Homepages der beiden Kirchenkreise.
Zwei Kirchenkreise auf gutem Weg – Altenkirchen und Wied gestalten ihre Fusion Schritt für Schritt
Altenkirchen/Neuwied, November 2025 – In einer gemeinsamen Sitzung der Kreissynodalvorstände der Kirchenkreise Altenkirchen und Wied im Herbst 2025 wurde erneut deutlich: Die Fusion der beiden Kirchenkreise schreitet mit Augenmaß und in enger Abstimmung voran. Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide (Altenkirchen) und Superintendent Pfarrer Detlef Kowalski (Wied) leiteten das Treffen im Gemeindehaus Oberhonnefeld. Im Mittelpunkt standen das Miteinander und der Blick auf die Gemeinden vor Ort.
Miteinander wachsen – mit Geduld und Klarheit
Die Fusion soll am 1. Januar 2028 vollzogen werden. Bis dahin werden zahlreiche Fragen in Arbeitsgruppen vorbereitet – von der Verwaltung über die Pfarrstellen- und Personalplanung bis zur Kita-Arbeit.
Dabei wurde deutlich: Veränderungen brauchen Zeit. „Wir wollen Strukturen schaffen, die tragfähig sind – nicht nur auf dem Papier, sondern auch im Alltag unserer Gemeinden“, fasste Superintendentin Aufderheide zusammen. Die einzelnen Gemeinden behalten dabei ihre Identität und werden zugleich stärker miteinander vernetzt.
Kita-Arbeit: Bewährtes fortführen, Neues vorbereiten
Ein zentrales Thema der Sitzung war die Kita-Arbeit, die beide Kirchenkreise künftig gemeinsam verantworten wollen. Alle Beteiligten waren sich einig: Die Arbeit in den Kindertagesstätten soll stabil weiterlaufen – auch über den Zusammenschluss hinaus. „Unsere Kitas sind für viele Familien das Gesicht der Kirche vor Ort. Ihre Arbeit darf durch Strukturveränderungen nicht gefährdet werden“, betonten die Anwesenden.
Zunächst werden die unterschiedlichen Finanzierungsmodelle beibehalten. Langfristig ist geplant, die Kita-Arbeit in eine gemeinsame Struktur zu überführen – beispielsweise in einen kirchlichen Eigenbetrieb, sobald die organisatorischen Voraussetzungen gegeben sind.
Verwaltung und Finanzen: Zwei Standorte, ein Team
Auch die künftige Organisation der Verwaltung wurde beraten. Die Verwaltungsleiter Maik Treck (Altenkirchen) und Michael Heidrich (Wied) werden mit ihren Teams bis Frühjahr 2026 Modelle erarbeiten, wie die Verwaltung an zwei Standorten effizient zusammenarbeiten kann. Dazu gehört auch die Berechnung eines innersynodalen Finanzausgleichs, um die künftige Lastenverteilung fair zu gestalten.
Klare Zeitplanung und offene Kommunikation
Zentrale Termine für die weitere Arbeit im kommenden Jahr:
- Im April 2026 tagt erneut der gemeinsame Lenkungsausschuss.
- Am 24. und 25. April 2026 kommen die beiden Kreissynodalvorstände zu ihrer nächsten gemeinsamen Klausurtagung zusammen.
- Die gemeinsame Sommersynode findet am 20. Juni 2026 in Dierdorf statt.
- Die Herbstsynoden beider Kirchenkreise folgen am 13. und 14. November 2026.
Bis dahin sollen alle Teilprojekte – Pfarrstellen- und Personalplanung, Finanzen, Verwaltung, Einrichtungen und besondere Dienste und Kindertagesstätten – ihre Ergebnisse vorstellen. Die Superintendentin und der Superintendent informieren die Gemeinden regelmäßig über den aktuellen Stand.
Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird künftig abgestimmt: Für Presse, Homepages und Gemeindebriefe gibt es einheitliche Texte, damit der Prozess für alle gut nachvollziehbar ist.
Auf einem gemeinsamen Weg
Die Atmosphäre der Sitzung war geprägt von Offenheit und gegenseitigem Respekt. Viele spürten: Hier wächst etwas zusammen, das trägt. Superintendent Kowalski brachte es zum Abschluss auf den Punkt: „Wir gehen diesen Weg nicht, weil wir müssen, sondern weil wir glauben, dass wir gemeinsam stärker Kirche sein können – für die Menschen in unseren Gemeinden.“
Stichwort: Fusion
Die Kirchenkreise Altenkirchen und Wied bereiten seit 2024 ihre Fusion vor. Ziel ist ein gemeinsamer Kirchenkreis, der die Kräfte bündelt und die Arbeit vor Ort stärkt. Der Zusammenschluss ist für den 1. Januar 2028 vorgesehen.
März 2025: Fusionsgespräche der Kirchenkreise Altenkirchen und Wied: Teilprojekte starten
Altenkirchen/Neuwied, März 2025 – Die Kirchenkreise Altenkirchen und Wied gehen den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Fusion. Nach dem Beschluss aus dem Jahr 2024, Fusionsgespräche aufzunehmen, hat die Steuerungsgruppe am 26. Februar 2025 in Urbach vier zentrale Teilprojekte ins Leben gerufen und personell besetzt.
Diese Teilprojekte haben die Aufgabe, eine umfassende Bestandsaufnahme durchzuführen und die relevanten Arbeitsbereiche zu prüfen und zu bewerten. Sie gliedern sich in:
- Pfarrstellen- und Personalplanung
- Finanzen
- Verwaltung
- Einrichtungen und besondere Dienste
Die Teilprojekte arbeiten der Steuerungsgruppe zu, die in den kommenden Monaten (Mai, Juni, August) berät. Erste Ergebnisse sollen in einer Klausurtagung am 29. und 30. August vorgestellt werden.
Hintergrund: Warum eine Fusion?
Die Kirchenkreise Altenkirchen und Wied sind nicht nur geografisch eng verbunden, sondern auch in ihrer Struktur und geistlichen Prägung vergleichbar. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Kooperationen – etwa in den Bereichen Schul- und Kitareferate, Gehörlosenseelsorge und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB).
Angesichts sinkender Ressourcen ist das Ziel der Fusion, die Handlungsfähigkeit und Leistungsstärke beider Kirchenkreise langfristig zu sichern. Die Zusammenführung soll im Jahr 2028 oder 2029 erfolgen. „Das ist verantwortliches Handeln auf der mittleren Kirchenebene!“, sind sich Superintendent Detlef Kowalski (Wied) und Superintendentin Andrea Aufderheide (Altenkirchen) einig.
Mit der nun gestarteten inhaltlichen Arbeit rückt eine gut vorbereitete und tragfähige Entscheidung näher – immer mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit kirchlicher Strukturen in der Region.
